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August 26th, 2013 by Leo Plaw Zulassung   

Neubau für die Sammlung Pietzsch – Berliner Museumsstreit beendet

Neubau für die Sammlung Pietzsch - Berliner Museumsstreit beendet

Neubau für die Sammlung Pietzsch – Berliner Museumsstreit beendet

Schon 2010 sagte das Kunstsammlerpaar Heiner und Ulla Pietzsch zu, seine wertvolle Sammlung surrealistischer Kunst (Max Ernst, René Magritte, Joan Miró, Salvador Dalí, Frida Kahlo, Mark Rothko) an die Stadt Berlin zu geben – vorausgesetzt, die Werke würden auch öffentlich gezeigt.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hatte geplant, die eigens für die Alten Meister gebaute Gemäldegalerie zu räumen, um dort die Sammlung Pietzsch unterzubringen. Die Pläne hatten international für Kritik gesorgt. Die Berliner Gemäldegalerie verfügt über Schlüsselwerke von Rembrandt, Caravaggio, Dürer, Cranach und anderen wird das Haus am Potsdamer Platz in einem Atemzug mit dem Louvre in Paris und dem Prado in Madrid genannt. Die Sorge war, dass die Kunstwerke für Jahre in Depots verschwinden könnten.

Nun ist offenbar ein Platz für die Sammlung Pietzsch gefunden: Für knapp 130 Millionen Euro soll am Potsdamer Platz ein Museum der Moderne entstehen. Gebaut werden soll hinter der Gemäldegalerie. Das Museum der Moderne soll nach seiner Fertigstellung eine Ausstellungsfläche von mehr als 13.000 Quadratmetern bieten. Dort werden nicht nur die Exponate der Pietzsch-Sammlung zu sehen sein; es ist ebenfalls geplant, dass Klassiker aus dem Gegenwartsmuseum Hamburger Bahnhof mit einziehen.

Der Präsident der Stiftung Preussischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, und der Generaldirektor der SMB, Michael Eissenhauer, haben sich für den Neubau eines Museums zur Kunst des 20. Jahrhunderts hinter der Neuen Nationalgalerie an der Sigismundstraße entschieden. 

Der Museumsneubau mit einer Nutzfläche von 9.900 m² zu kalkulierten Kosten von 129,7 Mio. € soll am Kulturforum entstehen. Damit wird eine ständige Präsentation der Sammlung der Neuen Nationalgalerie, außerdem der Sammlung Pietzsch sowie der Sammlung Marx in großem Umfang möglich.

Quellen

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