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Oktober 4th, 2010 by Sigrid Nepelius

Neues Phantasten Museum in Wien

Phantasten Museum Wien

Phantasten Museum Wien

Die Wiener Schule und der Phantastische Realismus sind Legende. Eine lebende Legende. Seit mehr als einem halben Jahrhundert sind die Maler des Phantastischen Realismus eine international geschätzte Erscheinung der österreichischen Kunst mit der speziellen Konzentration auf Wien. Es sind aber nicht nur solitäre Erscheinungen, die sich zur Präsentation ihrer Werke zusammengeschlossen haben. Es ist eine starke Kraft innerhalb der vielfältigen österreichischen Kunst mit zahlreichen Erscheinungs- und Ausdrucksformen in der Vergangenheit bis zur in die Zukunft weisenden Gegenwart.

Die Wiener Phantasten stehen im europäischen und internationalen Kontext. Nicht nur durch ihre Beispielwirkung, sondern auch durch die Lehrtätigkeit in nahezu vergessenen klassischen Maltechniken.

Im Palais Palffy (Wien/AT) entsteht nun in enger Zusammenarbeit zwischen dem Österreichischen Kulturzentrum und Gerhard Habarta (Lexikon der phantastischen Künstler) ein Museum für Phantastische Kunst. Hier werden die unterschiedlichen Strömungen seit Anfang des 19. Jahrhunderts bis hin zur Gegenwart präsentiert. Von Vorläufern wie Franz Sedlacek und Alfred Kubin über Zeitgenossen wie Arnulf Rainer, Hundertwasser und Maria Lassnig. Die Wiener Schule mit Arik Brauer, Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter, Fritz Janschka und Anton Lehmden wird in einem  eigenen Bereich präsentiert, weitere Räume gibt es für die Wiener Phantasten wie Kurt Regschek, Peter Proksch und DeEs Schwertberger und für die sogenannte Next Generation, die neue Generation an nationalen und internationalen Künstlern aus dem Bereich der phantastischen Kunst.

Das Phantasten Museum ist über drei Stockwerke verteilt – im Erdgeschoß entsteht im großzügigen Eingangsbereich ein Museums-Shop, auch ein Museums-Restaurant ist in Planung.

Im ersten Stock befindet sich die Museums-Galerie mit einzigartigem Ambiente, die laufend Sonderausstellungen in Verbindung mit dem Phantasten Museum zeigt.

Der Oberstock beherbert das Phantasten Museum, die Ausstellung ist im Gegensatz zur klassischen Museumspräsentation nicht als kühle puristische Weihehalle konzipiert, sondern besteht aus gestalteten Räumen. Sie vermitteln nicht nur die wertvollen Kunstobjekte, sondern auch die Zeit und Umgebung in der sie entstanden sind. Das Gemeinsame wie auch das Eigenständige der Künstlerpersönlichkeiten sollen durch den Besucher erspürt werden. Neben Werken aus eigenem Bestand und Dauerleihgaben werden Dokumente und Porträts der Künstler gezeigt.

Ebenfalls im Haus befindlich ist die Dokumentationsbibliothek des International Fantastic Artist Archiv, die zur wissenschaftlichen Aufarbeitung dient.

Künstler, Politiker und Vereinigungen aus aller Welt begrüßen die Entstehung des Phantasten Museums in Wien, der Heimat des Phantastischen Realismus, als einen längst überfälligen und notwendigen Schritt, der die Wichtigkeit der Phantasten für Österreich und die internationale Kunstszene würdigt.

Das Museum ist als lebendige Einrichtung konzipiert, die mit Ausstellungen, Führungen, Veranstaltungen und didaktischen Maßnahmen weit mehr als ein reines Museum sein wird. Das Phantasten Museum in Wien soll zum internationalen Fixpunkt in der phantastischen Kunst werden, zur Erlebnisstätte für Künstler, Kultur- und Kunstinteressierte.

Die Vorbereitungen laufen bereits seit Monaten auf Hochtouren, die Umbauarbeiten werden im Dezember 2010 abgeschlossen sein. Man darf also gespannt sein – und sich auf die ersten Veranstaltungen im neuen Phantasten Museum in Wien freuen!

Quelle und Grafiken: Webmagazin Phantastisch! und Österreichisches Kulturzentrum Palais Palffy

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Eine Antwort to “ Neues Phantasten Museum in Wien ”

  1. Gabriel Turner Byrne Says:

    Hallo,
    ich freue mich sehr dass das Phantasten Museum wirdt bald zum Realisation vollkommen werden. Ich bin auch einen Phantastischen Kuenstler und benutze ich die aelter Technischen von Oel Malerei. Ich hatte, im Jahr 2005, in Thal, Klagenfurt und Menton/Monaco mit Ernst Fuchs gearbeitet. Ich moechte gern eine Einladung fuer ihren Groesse Oeffnung und erste Ausstellungs Vernisage. Ich wohne jetzt in Kaufbeuren, Deutschland, also meine Reise ist nicht lang.

    Mit freundlichen Gruessen,
    Gabriel Turner Byrne

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