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September 7th, 2012 by Leo Plaw

Phönix und Drachen in Viechtach

„Phönix und Drachen“ 2. Biennale Phantastischen Kunst in Viechtach

„Phönix und Drachen“ 2. Biennale Phantastischen Kunst in Viechtach

Die Bayerwaldstadt Viechtach (D), in Künstlerkreisen auch bekannt als „Zentrum der Phantastischen Kunst“, begrüßt ab 8. September die internationale Künstlergruppe Libellule unter der Leitung von Lukáš Kándl gibt sich die Ehre, in Viechtach ihre Werke zum Thema „Phönix und Drachen“ zu präsentieren. Auftakt zu dieser Ausstellung war im Herbst 2011 bei „Art en Capital“ im Grand Palaisin Paris (F).

Seit 2004 versammelt der gebürtige Tscheche Lukáš Kándl, der seit den 70er Jahren in Frankreich lebt und wirkt, die besten internationalen Künstler des magischen Realismus in einer einzigartigen Gruppe, die jedes Jahr ein von ihm vorgegebenes Thema bei ebenfalls festgelegtem Format umsetzt. Ein absolutes Novum in der Szene der Phantastischen Kunst, gelten doch gerade deren Vertreter als absolute Individualisten, die sich nicht gerne Zwängen unterwerfen wollen. Ergebnis dieser Einzelwerke, die trotz der Vorgaben alles andere als vergleichbar sind, ist ein einziges monumentales Gesamtkunstwerk. Heute umfasst die Gruppe Libellule 33 Künstler aus 20 Ländern und drei Kontinenten. Alljährlich im November präsentiert die Gruppe das Werk bei „Art en Capitale“ im Pariser Grand Palais und geht dann anschließend auf Europatour durch ausgewählte Städte. In Deutschland ist Libellule seit 2008 ausschließlich im bayerischen Viechtach zu erleben. Das Organisatorenehepaar Françoise und Lukáš Kándl verbindet mit der Bayerwaldstadt eine enge Freundschaft. 2008 zeigten sie in Viechtach erstmals den „Ange exquis“. 2010 folgte die 1. Biennale der Phantastischen Kunst mit „Exclamations!“. Beides mit sehr großem Erfolg und Tausenden von Besuchern aus ganz Deutschland.

Die Stadt Viechtach, die sich als  Zentrum der Phantastischen Kunst in ganz Bayern etabliert hat, hofft auch mit der 2. Biennale der Phantastischen Kunst diesen Erfolgsweg fortsetzen zu können. Und die Zeichen stehen sehr gut dafür, sorgte die Ausstellung doch bereits in Paris und im französischen Chaumont für Furore. Seit 2007 zeigt die Bayerwaldstadt, in der bekannte Phantasten wie Reinhard Schmid und Mareile Onodera leben, alljährlich mindestens zwei große Phantastenausstellungen. Zu den Ausstellern zählten bis dato neben Lukáš Kándl und seiner Gruppe unter anderem auch „Dalis Erben“, Prof. Ernst Fuchs, Viktor Safonkin, Michael Maschka u.v.m. Viechtachs Bürgermeister Georg Bruckner freut sich, als Laudator für die Vernissage wieder den Experten für Phantastische Kunst schlechthin im deutschsprachigen Raum, Prof. Gerhard Habarta aus Wien (A), gewonnen zu haben. Habarta vom Phantastenmuseum Wien gilt als Koryphäe auf dem Gebiet und hält auch die Künstlerachse Wien – Viechtach zusammen mit Museumsdirektor Erich Peischl lebendig. Erst im Frühjahr war Lukáš Kándl mit einer Einzelausstellung auch in Wien zu sehen, im Sommer organisierten die beiden Städte die gemeinsame Kunstausstellung „AUSTROnauten“ und man kann davon ausgehen, dass „Phönix und Drachen“ nach Viechtach auch in der österreichischen Hauptstadt zu sehen sein werden.

„Phönix und Drachen“ – so das Motto, das Lukáš Kándl seinen Künstlern vorgegeben hat. Kein einfaches, kein leicht verdauliches Thema, handelt es sich dabei doch um eine Erscheinung des „kollektiven Unbewusstsein“ wie es C.G. Jung nennt. Laudator Prof. Gerhard Habarta sagt hierzu: „Die Bildwelt der Drachen und des Phönix sind seit Jahrtausenden ikonisiert und formalisiert. Aber immer fanden die Künstler neue Varianten, die sich am inneren Urbild orientieren. (…)  Ihr Bild ruht tief in unserem Inneren, ererbt durch Mythen, Sagen und Märchen. Manchmal werden sie verniedlicht, verfälscht, deformiert, aber die Künstlerphantasien haben eine Möglichkeit, auf den tiefen Urgrund der Bedeutung der Fabeltiere zu führen und für den Besucher sichtbar zu machen.“

Ausgestellten Künstler

Anne Bachelier (Frankreich), Jake Baddeley (Uk/Holland), Jean Bailly (Frankreich), Michel Bassot (Frankreich), Patrizia Comand (Italien), Jo Coquelin (Frankreich), Raffaele De Rosa (Italien), Dominique Desorges (Frankreich), Zeljko Djurovic (Montenegro/Serbien), Zoran Ivanovic (Serbien), Zdenek Janda (Tschechien), Alexandra Jontschewa (Bulgarien/Deutschland), Lukás Kándl (Tschechien/Frankreich), Tomasz Kopera (Polen/Uk), Ales Krejca (Tschechien), Zdenka Krejcova (Tschechien), Daniel Merriam (Usa), Hans-Peter Müller (Deutschland), Martin-Georg Oscity (Slowakei/Deutschland), José Parra (Mexiko),Reinhard Schmid (Deutschland), Yu Sugawara (Japan), Pavel Zacek (Tschechien), Siegfried Zademack (Deutschland)

Die Vernissage der 2. Biennale findet am Samstag, den 8. September um 18 Uhr im Alten Rathaus Viechtach (Stadtplatz 1) statt. Alle Kunstfreunde sind eingeladen. Die Ausstellung kann dann bis zum 15. November bei freiem Eintritt besichtigt werden. Am Vernissage-Wochenende findet in Viechtach auch das kleine aber feine Musikfestival „Saitensprung in Vejda“ statt.

Phönix und Drachen

Vernissage: 8. September 2012, 18:00 Uhr
Ausstellungsdauer:8. September bis 15. November 2012Text und Foto: Tourist-Information Viechtach

Altes Rathaus Viechtach
Stadtplatz 1
Viechtach, Deutschland

Tel. +49 9942 1661
www.viechtach.de

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