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Zulassung    

Zdzisław Beksiński

Zdzisław Beksiński war ein polnischer Maler, Bildhauer und Grafiker und Designer.

Heute verbindet kaum jemand Beksińskis Namen mit Schwarz-Weiß-Fotografie, doch als junger Künstler wurde er schnell bekannt, als er eine Reihe von Preisen in internationalen Wettbewerben gewann. Seine Bilder stellten menschliche Gestalten, oft in ungewöhnlichen Posen, dar. Gekrümmte, wie erschreckt aussehende Modelle waren mit Schnüren umwickelt, ihre Körper waren deformiert oder auf solche Art und Weise kadriert, dass nur Fragmente ihrer Körper zu sehen waren.

Wenig später wandte er sich der Skulptur zu. Zunächst beschäftigte er sich mit rein abstrakten Skulpturen, vor allem aus Metall, Draht und Blech. In jener Zeit entstanden auch Reliefe und Masken, die im Museum in Wrocław aufbewahrt werden.
Sein nächstes künstlerisches Betätigungsfeld war die Zeichnung, wobei auch diese zunächst halb abstrakt ausfielen. Anschließend ging er zur Figuration voller Erotik, Sadismus und Masochismus über. Wie schon auf seinen Fotos zeigte Beksiński in seinen Zeichnungen deformierte Körper , die er oft während des Geschlechtsakts, gefesselt und genötigt darstellte. Ein sehr häufiges Motiv ist ein kleiner, gefesselter Junge, der ein halbnacktes Weibe anstarrt, das ihn mit einer Spitzrute schlägt. Erst am Ende seines Lebens kehrte er zur Zeichnung zurück.

Als er um 1964 mit der Malerei begann, widmete er sich ausschließlich der fantastischen, visionären und figurativen Malerei. Seine Werke malte er mit Ölfarbe auf Hartfaserplatte. Nie gab er seinen Gemälden Titel, weil er überzeugt war, dass sie von jedem Betrachter beliebig interpretiert werden können. Die erste Periode seiner Malerei war durch östliche Mystik beeinflusst, der Beksiński damals huldigte. Die Gemälde aus dieser Zeit waren voller Symbole und geheimnisvoller Andeutungen, waren düster und erschreckend.

Den ersten großen Ausstellungserfolg bedeutete für Beksiński die vom Kritiker Janusz Bogucki 1964 in Warschau organisierte Ausstellung, in der über dreißig seiner Bilder mit rein fantastischer Thematik ausgestellt wurden. Obwohl sich damals die avantgardistische Kritik von Beksiński abwandte, weil sie ihn für einen Renegaten hielt, wurde die Ausstellung vom Publikum begeistert aufgenommen. Der Künstler verkaufte dort alle ausgestellten Bilder und wurde zu einem bekannten polnischen Maler.

Nach seinem Umzug 1977 nach Warschau, wuchs sein Ansehen beim Publikums ständig, gleichzeitig verschärfte sich die Kritik von Seiten seiner ehemaligen Verbündeten.

In den 80er Jahren wurde Beksiński nicht nur in Polen sondern auch im Ausland bekannt. Er war befreundet mit dem in Paris wohnenden Piotr Dmochowski, ein Liebhaber und Sammler seiner Kunst. Dmochowski organisierte eine ganze Reihe von Ausstellungen in Frankreich, Belgien, Deutschland und Japan. In den Jahren 1989 – 1996 existierte in Paris die von Dmochowski gegründete Autorengalerie „Galerie Dmochowski – Musée galerie de Beksinski“. Am Anfang der 90er Jahre gab es eine kurze Zeit eine Dauerausstellung seiner Werke in einem privaten Kunstmuseum der europäischen Ostländer in Osaka, Japan. Dieses Museum existiert nicht mehr, der Verbleib der rund 70 Bilder Beksińskis, die in dieser Ausstellung gezeigt wurden, ist unbekannt.

In den 90er Jahren entfernte sich Beksiński immer mehr von der Phantastik. Er selbst nennt diese Periode auch „Barockperiode“. Er arbeitete jetzt vermehrt an der Form, weil er meinte, dass er, obwohl er weiterhin der Figuration treu bleibt, wieder so malen sollte, wie er dies in seiner Jugend tat, das heißt -mit nur einem Ziel: eine durch die Rahmen begrenzte Fläche in bestimmter Ordnung zu bemalen. So wie das Malewicz bezeichnete. Diese Periode seines Schaffens nannte Beksiński „Gotikperiode“.

Da Beksiński ständig nach neuen Mitteln suchte, seine Visionen zu verbildlichen, experimentierte er nach 2000 mit dem Computer und dem Fotokopierer. Dabei gab er das Malen und Zeichnen nicht auf, sondern bediente sich dieser Ausdrucksformen nach wie vor.

Beksiński wurde in seiner Wohnung in Warschau in der Nacht vom 21. zum 22. Februar 2005, einige Tage vor seinem 76. Geburtstag, ermordet.

Sein ganzes künstlerisches Werk vermachte Beksiński testamentarisch dem Historischen Museum in Sanok, dem er schon zu seinen Lebzeiten etwa 300 Werke übergeben hatte. Nach dem Tod des Künstlers erhielt das Museum etwa 20 seiner letzten Gemälde, etwa tausend Fotos und Grafiken, und auch sein ganzes Vermögen – Wohnungen, Bankanlagen, Computergeräte. Die Sammlungen des Museums vergrößerten sich auch um multimediale Aufnahmen, Briefe oder Filme, die das Familienleben des Schöpfers dokumentieren. Das Museum besitzt gegenwärtig die größte Sammlung der Werke des Künstlers, die ein paar tausend Bilder, Reliefs, Skulpturen, Zeichnungen, Grafiken und Fotografien umfasst.

Quelle

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Künstwerk

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Präsentierte Peter Gric