- Geburtsjahr: 1940 Schweiz
- Wohnt: Schweiz
- Webseite: hrgiger.com
photo: hrgiger.com

H.R. Giger at his retrospective exhibition, Fabrik der Künste, Hamburg, 2012

H.R. Giger at his retrospective exhibition, Fabrik der Künste, Hamburg, 2012

H.R. Giger at his retrospective exhibition, Fabrik der Künste, Hamburg, 2012

H.R. Giger talking at Kunst Haus Wien 2011 (photo: (c) Kunst Haus Wien / W. Simlinger)

H. R. Giger wurde als Sohn des Apothekers Hans Richard Giger und seiner Frau Melly Giger geboren. Als Kind war er sehr scheu und zurückhaltend. Er wurde katholisch erzogen, was seine Kunst später beeinflusste. Nach Abschluss des Gymnasiums studierte er ab 1962 Architektur und Industriedesign an der Hochschule für Angewandte Kunst in Zürich. Während seines Studiums entstanden auch seine ersten Tuschefederzeichnungen („Atomkinder“), woraufhin er auch bald erstmals seine Werke in Untergrundzeitungen „Hotcha!“, „Clou“ und „Agitation“ veröffentlichte. Doch trotz dieser Veröffentlichungen blieb er danach noch einige Zeit eher unbekannt, was sich erst nach 1966 änderte, als er sein Studium erfolgreich abschloss und sich als Innenarchitekt etablierte. Er arbeitete als Designer an einem Büromöbelprogramm der Firma Knoll-International, wodurch er dann den Status eines angesehenen Innenarchitekts geniessen durfte, was wenig später sogar die erste Ausstellung seiner Werke nach sich zog. Aber noch gab er seinen Brotberuf nicht auf und arbeitete weiter als Designer und Innenarchitekt, was ihn aber nicht daran hinderte, weiterhin künstlerisch aktiv zu bleiben. In den nächsten zwei Jahren schuf er zahlreiche Skulpturen und Bilder wie zum Beispiel „Gebärmaschine“, „Astreunuchen“ oder „Koffer-Baby“, mit denen er nach einer weiteren Ausstellung in Zürich dann auch schliesslich kommerziell bekannt und erfolgreich wurde. Bereits 1968 war er ausschliesslich als Künstler und Filmemacher tätig. Als Szenen- und Kostümbildner prägte er mit seinem Stil bekannte Filme wie Alien (1979).
Giger war mehrere Jahre lang mit der Schweizer Schauspielerin Li Tobler liiert, die sich jedoch am Pfingstmontag 1975 das Leben nahm. 1979 heiratete Giger Mia Bonzanigo, doch die Ehe ging nach anderthalb Jahren in die Brüche. Mia Bonzanigo inspirierte Giger unter anderem zur Bildserie Erotomechanics. Zu Gigers Freunden zählten Persönlichkeiten wie der Künstler Friedrich Kuhn und Timothy Leary.
Gigers Werk kann dem Surrealismus zugerechnet werden; im Vergleich zu dem berühmtesten Vertreter dieser Stilrichtung, Salvador Dalí, wird deutlich, wie anders der Blickwinkel Gigers auf die Welt ist. Einflüsse des Phantastischen Realismus leiten sich auch durch die Freundschaft zu Vertretern der Wiener Schule des Phantastischen Realismus wie Ernst Fuchs her. Wiederkehrendes Thema seiner Werke ist der von ihm geprägte Begriff der Biomechanoiden, eine Verschmelzung von Technik und Mechanik mit dem Kreatürlichen, im verstörenden bis morbiden Zusammenspiel mit sexuellen Andeutungen. Neben seinem wichtigen malerischen Werk gestaltet der Künstler auch Grafiken, Skulpturen und Möbel.
Einem breiteren Publikum bekannt wurde Giger durch seine Arbeit für den Film Alien, die ihm einen Oscar einbrachte.
H. R. Giger lebt und arbeitet in Zürich.
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