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Zulassung   

Ernst Fuchs

Ernst Fuchs wurde am 13. Februar 1930 in Wien als einziges Kind von Maximilian und Leopoldine Fuchs in Wien geboren, väterlicherseits waren seine Vorfahren jüdischer Herkunft. Als sein Großvater Siegmund in die USA und sein Vater nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938/39 nach Shanghai emigrieren mussten, wurde er nach antisemitischen Anfeindungen 1942 römisch-katholisch getauft.

Nach der Emigration seines jüdischen Vaters im Jahr 1938 ließ er sich im Alter von 12 taufen und pflegte fortan seine „Gabe, religiöse Bilder zu malen“. Ab etwa 1942 erhielt Fuchs erste Unterweisungen im Zeichnen und Malen durch den Maler und Restaurator Alois Schiemann, dem Bruder seiner Taufpatin. Bis zum fünfzehnten Lebensjahr erhielt er Unterricht in Bildhauerei und Malerei bei Emmy Steinböck und Fritz Fröhlich an der Malschule St. Anna in Wien.

Schon früh zeigte sich seine außergewöhnliche große künstlerische Begabung und bereits im Alter von 15 Jahren wurde er zum Studium an der Akademie der Bildenden Künste aufgenommen. Neben seiner Beschäftigung mit den Alten Meistern und deren Maltechnik wurde er auch durch den in Saarbrücken geborenen und zeitweise in Paris und Wien lebenden Surrealisten Edgar Jené inspiriert. Fuchs lebte zwölf Jahre in Paris, wo er auch Kontakt zu Dali bekam. Es folgten Reisen nach Israel, Italien, Spanien, England und in die USA.

Ernst Fuchs war 1948 Mitbegründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, der bedeutendsten Manifestation österreichischer Kunst nach dem zweiten Weltkrieg.

Um die Ausstellungssituation für die Phantastische Kunst zu verbessern, gründete er 1958 in Wien die Galerie Fuchs, in der zum ersten Mal viele phantastische Künstler ihre Werke zeigen konnten. 1966 veröffentlichte Fuchs das Buch „Architectura Caelestis“, in dem er von einem „verschollenen Stil“ schreibt, der in jedem Menschen im Unterbewusstsein verborgen ist und in verschiedenen Zeiten, Kulturen und Werken der Künstler sichtbar wird.

Neben zahlreichen Bildern mit biblischen und mythologischen Themen hat Fuchs auch ein umfangreiches grafisches und plastisches Werk geschaffen. Außerdem gibt es von Ernst Fuchs zahlreiche Essays, einen phantastischen Roman, kunsthandwerkliche Gebrauchsgegenstände, CD´s mit eigenen Musikkompositionen, Bühnenbilder und Kostüme für die Oper. Seit einigen Jahren betätigt er sich auch als Architekt.

1972 erwarb er die vollkommen ruinöse Otto-Wagner-Villa in Wien, die er mit beträchtlichem finanziellem Aufwand renovierte und 1988 als Privatmuseum Ernst Fuchs mit Werken aus allen Schaffensperioden eröffnete.

Dr. Agnes Husslein, die Direktorin des Belvedere in Wien, bezeichnete Ernst Fuchs als einen der „bedeutendsten Künstler dieser Erde“ und als einen der „großen Malerfürsten“ von Österreich.

1975 ist Fuchs der jüngste der Künstlerfreundschaft, die Salvador Dalí proklamierte: „Wir sind das Goldene Dreieck der Kunst: Breker-Dalí-Fuchs. Man kann uns wenden wie man will, wir sind immer oben.

1987 porträtierte Ernst Fuchs Falco. Der Dialog, den die Beiden während des Malens führten, wurde aufgezeichnet und anlässlich des 50. Geburtstages von Falco im ORF ausgestrahlt.

Moderne Werke von Fuchs, die bis in die Gegenwart auf biblische, mystische oder astrologische Motive gründen, waren seit den 1980er Jahren auf Ausstellungen in Österreich, Deutschland, Italien, Japan, Russland und weiteren Ländern zu sehen.

Von 1989 Fuchs arbeitet in den nächsten zwanzig Jahren auf seinem Meisterwerk, dem „Apolocalypse Kapelle“ in Klagenfurt, Österreich.

Ernst Fuchs hat 1996 zusammen mit über 50 Künstlern, Schriftstellern, Verlegern und Sympathisanten der Phantastischen Kunst in Rolandseck das „Zentrum der phantastischen Künste“ gegründet, das heute unter dem Namen Labyrinthe und mit dem Kurator Otfried H. Culmann die internationalen Ausstellungen „art-imaginär“ im Herrenhof organisiert.

2004 erhielt Ernst Fuchs das „Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse“, 2010 das „Goldene Ehrenzeichen um die Stadt Wien“.

2005 porträtierte der Regisseur und Produzent Jürgen Haase Ernst Fuchs in dem Dokumentarfilm Mit den Augen der Seele. Straßensänger und Kaiser wollt‘ ich werden

Der Künstler lebt in Wien und Monaco.

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Präsentierte Peter Gric